Bildungsschecks persönlich und betrieblich

Worin bestehen die Unterschiede? Hier ein kurzer Überblick über die Voraussetzungen für die beiden Arten von Bildungsschecks. Unten finden Sie eine Liste mit weiteren Informationen, die für beide Schecks gelten. Sie können sich dort eingehender informieren oder wechseln Sie direkt zum Test für den persönlichen Bildungsscheck bzw. zum Test für den betrieblichen Bildungsscheck.

Individueller Bildungsscheck NRW

Der individuelle Bildungsscheck dient der jährlichen Förderung von Fort- und Weiterbildung von in NRW gemeldeten (1. Wohnsitz) volljährigen Personen. Hierbei darf ein jährliches Einkommen von 40.000,- EUR (80.000,- EUR bei zusammen Veranlagten) nicht überschritten werden. Ebenso darf der Arbeitgeber nicht mehr als 250 Mitarbeiter (Sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen) haben. Schüler, Studenten, Auszubildende, Beamte und Angestellte des Öffentlichen Dienstes sowie (zur Zeit noch – Regelung könnte in 2019 entfallen) Selbständige sind von der Förderung ausgenommen. Gefördert wird die Fort- und Weiterbildung des Mitarbeiters mit der Übernahme von 50%, max. 500,- EUR des Rechnungsbetrages der anfallenden Fortbildungs- bzw. Kurskosten.

Eingesetzt werden kann der Bildungsscheck etwa für:

  • Kurse zum Erwerb sozialer und methodischer Kompetenzen im Beruf/ im Unternehmen (z. B. "Kommunikation im Unternehmen", "Konfliktlösung im Betrieb", "Moderation von Teamsitzungen" usw.),
  • das Nachholen von Berufsabschlüssen,
  • Vorbereitungskurse für eine Externenprüfung,
  • Vorbereitungskurse zum Abschluss in einem Fortbildungsberuf,
  • berufsbegleitende Studiengänge, die auf einen akademischen Abschluss zielen.
  • Sprachkurse
  • Fortbildungen die die der Erweiterung/ Neuordnung meiner Beruflichen Fähigkeiten dienen

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Betrieblicher Bildungsscheck NRW

Der betriebliche Bildungsscheck dient der jährlichen Förderung betrieblicher Fort- und Weiterbildung von bis zu 10 Mitarbeitern eines Unternehmens mit weniger als 250 Mitarbeitern (sozialversicherungspflichtig in Vollzeit angestellt, Teilzeitstellen dürfen gemäß Ihrem Anteil berechnet werden). Gefördert wird die Fort- und Weiterbildung des Mitarbeiters mit der Übernahme von 50%, max. 500,- EUR des Rechnungsbetrages der anfallenden Fortbildungs- bzw. Kurskosten.

Eingesetzt werden kann der Bildungsscheck etwa für:

  • Kurse zum Erwerb sozialer und methodischer Kompetenzen im Beruf/ im Unternehmen (z. B. "Kommunikation im Unternehmen", "Konfliktlösung im Betrieb", "Moderation von Teamsitzungen" usw.),
  • das Nachholen von Berufsabschlüssen,
  • Vorbereitungskurse für eine Externenprüfung,
  • Vorbereitungskurse zum Abschluss in einem Fortbildungsberuf,
  • berufsbegleitende Studiengänge, die auf einen akademischen Abschluss zielen.

Machen Sie jetzt den Test für den betrieblichen Bildungsscheck.

Zusätzliche Informationen zu den Bildungsschecks

Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten sowie Prüfungsgebühren können nicht gefördert werden. Ebenso kann der Bildungsscheck nicht eingesetzt werden für:

  • Kurse zur beruflichen Weiterbildung oder zum Erwerb eines Sachkundenachweises, für die der Arbeitgeber aufgrund gesetzlicher Regelungen oder untergesetzlicher Normen Sorge zu tragen hat und deren Kosten vom Arbeitgeber zu übernehmen sind (z. B. beim Sicherheitsingenieur und beim Beauftragten für Immissionsschutz),
  • Weiterbildungsangebote zum Erwerb fachübergreifender Kompetenzen, die sich nicht auf den aktuellen oder zukünftigen beruflichen bzw. betrieblichen Kontext der beratenen Person beziehen,
  • Angebote, die der Erholung oder Gesundheitsprävention, der Unterhaltung, der privaten Haushaltsführung, der sportlichen oder künstlerischen Betätigung dienen,
  • Trainings, die dem Verkauf spezifischer Produkte dienen oder exklusiv durch den Hersteller durchgeführt werden (Produkt- / Herstellerschulungen),
  • den Erwerb- und die Erweiterung von Fahrerlaubnissen und Fahrausweisen jedweder Art (bspw. die vorgeschriebenen Grundqualifikationen und Weiterbildungen für Berufskraftfahrer nach Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz 'BKrFQG', Fahrausweise für Flurförderzeuge, Erdbaumaschinen, Krane),
  • esoterische Weiterbildungsangebote (Reiki, Geistheiler usw.),
  • Kurse, die Beschäftigte bei ihrem Beschäftigungsunternehmen belegen,
  • Weiterbildungen von Beschäftigten, die dem Grunde nach einen Anspruch auf staatliche Förderung dieser Weiterbildungsmaßnahmen haben, wie z. B. nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG/ Aufstiegs-BAföG) oder von denen vorrangig die Bildungsprämie des Bundes zu nutzen ist,
  • Weiterbildungen, deren Kosten (Teilnahme- / Prüfungskosten) teilnehmerbezogen durch die öffentliche Hand kofinanziert werden,
  • Weiterbildungen für Beschäftigte, die nach 81 ff. SGB III bereits gefördert werden,
  • Weiterbildungen, die von Bundes- oder Landesbehörden durchgeführt werden,
  • Weiterbildungen in Form von Einzelunterricht,
  • Weiterbildungsveranstaltungen mit einem Umfang von weniger als 6 Unterrichtsstunden,
  • Informationsveranstaltungen, Fachtagungen, Kongresse, Messen, Vortragsreihen; dazu gehören auch Seminarreihen, wie sie z. B. als drei- bis vierstündige Mitarbeiterseminare für Steuerberater angeboten werden. Solche Seminarreihen entsprechen nicht dem Verständnis beruflicher Weiterbildung beim Bildungsscheck.
  • Prüfungsgebühren ohne eine damit verbundene Kursteilnahme ebenso wie Wiederholungsprüfungen